Kunde / Herausforderung

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie befand sich eine der führenden petrochemischen Anlagen Nordamerikas mitten in einem Optimierungsprojekt mit T.A. Cook, um die Zuverlässigkeit ihrer alternden Versorgungsinfrastruktur zu erhöhen. Versorgungsunternehmen sind für den Betrieb jeder Industrieanlage von entscheidender Bedeutung, und die Gewährleistung einer maximalen Betriebszeit ist essenziell, insbesondere während einer globalen Krise. Die sich rasch ändernden Sicherheitsvorschriften und die strikten Reisebeschränkungen machten es dringend erforderlich, die Methoden zur Erreichung der Ziele dieses Projekts zu überdenken.


$8M

zusätzlicher Umsatz durch Risikominimierung der kritischen Anlagenteile

$4,5M

gespart durch Strategien zur Risikominimierung bei Geräteausfällen

Verfahren zur Entwicklung einer nachhaltigen Ausrüstungsstrategie installiert

$0,5M

an Optimierungsmöglichkeiten für die Instandhaltung realisiert

Herangehensweise

Ende 2019 begann ein Expertenteam von T.A. Cook mit der Validierung der Anlage vor Ort und der Erfassung der Typenschilddaten des Herstellers. Damit sollte das übergeordnete Ziel unterstützt werden, detaillierte, auf RCM basierende Instandhaltungs-Strategien für die Ausrüstung vorzubereiten. Diese beinflussen den reibungslosen Betrieb und die Versorgung aller Produktionseinheiten entscheidend. Eine frühere Bewertung der Risikoexposition aufgrund von Anlagenausfällen zeigte Einsparmöglichkeiten in Millionenhöhe durch die Installation robuster Wartungspläne für diese kritischen Anlagen.

Der entscheidende Schritt, die Kritizität der Ausrüstung zu bewerten und sie anhand einer zweckmäßigen Risikomatrix einzustufen, begann in den Wochen vor dem landesweiten Covid-19-Lockdown. Mitte März, als strenge Reisebeschränkungen auferlegt wurden, stufte das US-Heimatschutzministerium die chemische Industrie als systemrelevant ein, da ihre Produkte für den weiteren Betrieb im täglichen Leben und auch im Kampf gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 von entscheidender Bedeutung sind.

Aus diesem Grund und um sicherzustellen, dass die Risiken für den Betrieb dieses Kunden weiterhin verringert werden, kamen beide Teams einstimmig überein, dass das Projekt fortgesetzt werden muss. Innerhalb von fünf Tagen erarbeiteten die Projektleiter des Kunden und die T.A. Cook Experten eine Strategie für mobiles Arbeiten. Das Team einigte sich darauf, dass dies ein Test für weitere Workshops für Arbeit aus dem Homeoffice verwendet werden sollte, die mit Hilfe einer bereits vorhandenen sicheren Webkonferenz-Software durchgeführt werden sollten.

Der Ansatz erwies sich nicht nur als erfolgreich, sondern war in Teilbereichen sogar effizienter als manche herkömmlichen Prozesse. Deshalb wurde das Team ermutigt, die Bearbeitung der FMEAs mit Hilfe von Web-Konferenzen fortzusetzen. Diese Workshops waren zeitlich auf 120 Minuten begrenzt und beinhalteten häufige Pausen, um die Aufmerksamkeit der Teilnehmer und Moderatoren zu gewährleisten. Nach mehreren Wochen führten diese kollaborativen Workshops zur Fertigstellung der gewünschten Anlagen-Strategien und bereiteten den Kunden darauf vor, die identifizierten Empfehlungen und Verbesserungen umzusetzen, um eine wirksame Risikominderung zu gewährleisten.


Ergebnis

Zu den Ergebnissen gehörte die Einbeziehung funktionsübergreifender Gruppen wie Betrieb, Wartung, Anlagenverwaltung, Standortleitung und Technik, um die routinemäßige Zustandsüberwachung, zeitbasierte Bedienerinspektion und Funktionstests sowie Verbesserungen der bestehenden vorausschauenden Wartungspraktiken zu implementieren, um die Risiken eines unvorhergesehenen Geräteausfalls zu verringern.

Das Engagement des Projektteams, bei der Risikominderung auf Kurs zu bleiben, und ein strukturierter Ansatz für die Moderation von Workshops, einschließlich Routinepausen und der Einbeziehung der Teilnehmer in Einzelgespräche über die Arbeit hinaus, waren einige der wichtigsten Erfolgsfaktoren dabei. Angesichts der bisherigen Ergebnisse wurden die Risikoevaluierung und die Strategien zur Risikominderung erfolgreich abgeschlossen, und die Teams arbeiten weiterhin intensiv an der weiteren Risikominderung der restlichen Ausrüstung zusammen.